Die Werbung im Jahr 2013

Die Popularität eines bestimmten Produktes spielt beim Kauf eine ganz besondere Rolle. Gerade wenn es darum geht die Popularität eines bestimmten Produktes zu vermitteln, greifen viele Anbieter zu den verschiedensten Methoden. Doch hier gibt es oft die Gefahr, dass die Beliebtheit schnell „verheizt“ wird. Der Mitläufer-Effekt bei einem Produkt ist immer auch Trends unterworfen. Oder gibt es heute noch ernsthaft Menschen, die den Macarena-Tanz aus den 1990er Jahren vorführen? Hersteller müssen sich darauf einstellen, dass Trends kommen und gehen.

Grundsätzlich bietet sich der Mitläufer-Effekt bei Marken und Produkten an, die noch nicht besonders beliebt sind. Dazu gehören beispielsweise Handys oder Tablets, die neu auf den Markt kommen. Wenn es jedoch darum geht die Popularität eines bestimmten Produktes zu steigern, ist es wichtig, nicht alles auf einmal zu wollen. Hier gilt oft das Prinzip: Weniger ist mehr. Gerade deshalb lohnt es sich auch auf die Konsequenzen zu achten, die aus einer übermäßigen Beliebtheit einer Marke oder eines Produktes entstehen kann.

Wenn die Popularität bei einzelnen Dingen zu groß wird – und dazu gehören insbesondere Spirituosen, Bier und Wein – dann kann der Geschenk-Effekt schnell abnehmen. Dies kann so weit gehen, dass es viele Gastgeber als Beleidigung empfinden, wenn ein bestimmtes Produkt als Gastgeschenk mitgebracht wird. Schließlich ist der Rum XYZ total „von gestern“. Eine bestimmte Biersorte „gibt es ja überall und ist nichts Besonders mehr“. Aus diesem Grund ist es wichtig zu erfahren, welche Konsequenzen übermäßige Popularität eines Bieres oder einer Weinsorte haben kann.

Wenn wir zu besonderen Anlässen Geschenke mitbringen, dann handelt es sich hierbei oftmals um Präsente, die völlig aus der Norm herausfallen. Schließlich bringen wir eine sehr alte Flasche Rotwein zu einem Treffen und nicht eine beliebige Flasche aus dem Jahre 2011 aus dem Aldi mit zu einem Event. Wenn es etwas besonderes sein soll, essen wir auch in einem sehr angesehenen und teuren Restaurant und nicht in der Imbissbude. Wenn wir einen ganz besonderen Chauffeur-Dienst organisieren möchten, dann lassen wir denjenigen in einer Strech Limo und nicht in einem Golf GTI abholen. Wenn wir unsere Wertschätzung anderen Menschen gegenüber ausdrücken möchten, bedienen wir uns in der Regel nicht dem alltäglichen sondern eher den besonderen Dingen.

Für den Hersteller eines bestimmten Geschenke-Artikels ist es in der Vergangenheit immer wichtiger geworden die Besonderheit dieses Geschen-Artikels hervorzuheben. Dabei werden Phrasen verwendet wie etwa „…für die ganze besonderen Momente“. Oftmals werden diese Phrasen auch mit starken Emotionen verbunden und erzeugen in dem Konsumenten und indirekt beim Beschenkten ein besonderes Gefühl. Dieses Gefühl sollte idealerweise weit außerhalb der Norm liegen. Wenn sich ein Produkt einer bestimmten Marke einmal gut als Geschenk geeignet hat, ist es wichtig, die Popularität eines Geschenkes nicht zu überstrapazieren. Übermäßige Popularität kann geradein diesem Sektor den Wert des Geschenks stark reduzieren.

In diesem Zusammenhang spielt die Exklusivität eines bestimmten Produktes sowie dessen Popularität eine tragende Rolle. In der Vergangenheit gab es eine ganze Reihe von Beispielen in der Werbung, wo die übermäßige Popularität dazu beigetragen hat, dass die Produkte an Reiz verloren haben. Grundsätzlich ist es wichtig das Image des Produktes immer oben zu halten. Das gilt beispielsweise für Designer-Mode aber auch für Sportartikel-Hersteller. Ein hoher Preis kann hier wahre Wunder bewirken. Durch einen hohen Preis und sehr geringe Rabatte wird dem Konsumenten über einen langen Zeitraum signalisiert, dass solch exklusive Ware auch ihren Preis hat und dass an diesem Preis nicht zu rütteln ist.

Gerade auch in der Wein- und Automobilbranche gibt es viele Marken, die immer wieder einen Anspruch auf Luxus haben. Gerade wenn man über einige deutsche oder italienische Luxus-Marken berichtet, funktioniert der Preis eigentlich immer als das beste Werkzeug um die Produkte von der Masse abzuheben. Schließlich wird es immer einen Markt geben, der an diesen Waren interessiert ist. Durch den hohen Preis wird auch ein gewisser Status gesichert, der Status oberhalb der Norm. Der hohe Preis vermittelt ein Gefühl von Exklusivität.

Wenn die Popularität einer Marke oder eines bestimmten Produktes transportiert werden soll, bedienen sich die Unternehmen an einigen der effektivsten Phrasen, die es in diesem Geschäft gibt. Hier wird oft vom „Marktführer in der Autobrache“ oder der „beliebtesten Fluglinie“ gesprochen. Natürlich gibt es auch hier wesentlich subtilere Möglichkeiten um dem Kunden mitzuteilen, wie populär ein gewisses Produkt ist. Hier arbeiten Anbieter in der Regel mit rhethorischen Fragen oder mit Wortspielen.

Komformität gehört zu den wichtigsten Motivationsfaktoren wenn es darum geht ein Produkt zu kaufen. Gerade dann die objektive Qualität eines Produktes gleich ist und man es nicht von anderen unterscheiden kann, spielt die Konformität eine sehr wichtige Rolle. Wenn alle anderen Faktoren austauschbar sind, verlassen wir uns am allermeisten auf die Information, die von Freunden und Bekannten kommt. Wenn Werbespots oft genug im Fernsehen oder im Radio gezeigt oder gesendet werden, entsteht bei uns auch ein Gefühl von Vertrautheit. Gerade dann wenn die Darsteller in den Spots den Menschen aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis sehr ähnlich sind.

Popularität ist letztendlich auch wie ein Magnet, der uns scheinbar magisch anziehen kann. Gerade wenn es darum geht, wer das neue Handy hat oder welche Frisur momentan im Trend ist, gibt es kaum ein wirksameres Werbemittel als Popularität (Quelle: Werbeagentur). Doch hier muss man auch festhalten, dass solche Methoden alles andere als langlebig sind – im Gegenteil: Während man in vielen anderen Fällen mit viel Werbung vieles erreichen kann, muss man sich vorher genau überlegen, wieso man welche Werbeanzeige schalten möchte. Gerade bei höherwertigen Produkten kann es nämlich sehr schädlich sein, wenn man sie zu stark in den Mittelpunkt rückt. Irgendwann ist es dann auch nichts mehr besonders wenn man einen bestimmten Rum oder Wein mit zur Gartenparty bringt.

Wenn Popularität in zu extreme Richtungen gepresst wird, kann sich diese Popularität schnell ins Negative umwandeln. Hier können bestimmte Konsumgüter sehr schnell an Wert verlieren und werden für den Konsumenten zu relativ uninteressanten Produkten. Der Anbieter kann dem entgegenwirken indem er die Stellschrauben an den richtigen Stellen anzieht. Wer beispielsweise für seine Produkte einen konstant hohen Preis berechnet, vermittelt ein Gefühl von Exklusivität.